
Eine einfache Krankenstation mit somalischen Ärzten und Hilfspersonal wirkt seit Ende 2005. Diese etablieren eine Art barfuss-medizinisches Hygiene- und Prophylaxe-Zentrum sowie eine Gebärabteilung mit Schwangerschafts-Beratung, Geburtenkontrolle und Säuglingspflege. Bedarf besteht ausserdem nach einem Impfzentrum mit Hygiene- und Ernährungsberatung.
Erst danach kommen die anspruchsvolleren medizinischen Abteilungen, die auch steriles Arbeiten in entsprechenden Räumlichkeiten voraussetzen. Später soll die Krankenstation zu einem Distriktspital ausgebaut werden und ein geländegängiges Ambulanzfahrzeug beschafft werden.
Die Wasserversorgung der Stadtbewohner, der Nomaden und der Krankenstation werden von einem international führenden Wasserspezialisten ausgebaut: Bestehende Tiefenbrunnen werden renoviert, bei Bedarf neue gebohrt. Zudem unterstützt Hadia Medical den Bau, die Sanierung und den Unterhalt traditioneller Grundwasserspeicher und Wasserleitungen. Damit wird die Ernährungssituation grundlegend verbessert.
Das Bildungswesen wird nach der medizinischen Versorgung und der Wasserversorgung aufgebaut. Die meisten gebildeten Somalier sind ins Ausland geflohen, von den daheim gebliebenen Erwachsenen sind 90 Prozent Analphabeten. Wenn die junge Generation ohne Schulbildung aufwächst, geht sie für die Entwicklung des Landes verloren. Bildung ist das wichtigste Gut für die Zukunft!